Öffentliche Sitzung Ortschaftsrat ObergrombachSanierung der Turnhalle der Burgschule Obergrombach vorgestellt
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| Von Grund auf optisch und technisch verändert wird sich die Obergrombacher Schulsporthalle nach ihrer Sanierung im Oktober 2010 präsentieren |
Bruchsal-Obergrombach. Jetzt hat die „grosse Politik“
auch direkte Auswirkungen auf Obergrombach. Mit Mitteln aus dem in
Berlin vom Bundestag verabschiedeten „Konjunkturpaket II“
soll die Schulsporthalle der Obergrombacher Burgschule saniert
werden. Zu diesem Thema referierte im Obergrombacher Rathaus in einer
öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats in alter Besetzung die
Architektin Simone Glaser vom Vermessungsamt der Stadt Bruchsal.
Bereits 2005 wurden an der Halle erste Untersuchungen angestellt,
um eventuell energetische Maßnahmen anzustreben. 2008 wurde die
neue Pelets-Heizanlage fertig gestellt, die Schulgebäude und
Halle mit Wärme versorgt. Eine anstehende Renovierung des
Hallentrakts mit Nebengebäuden wurde aber abgestoppt, da nicht
sicher war, ob die Burgschule in ihrer bisherigen Form weiter
bestehen würde. Als über die Beantwortung diese Frage
Gewissheit herrschte, fehlten die Mittel für eine weitergehende
Sanierung. Dann wurden im Frühjahr die Mittel aus Berlin für
konjunkturstützende Vorhaben freigegeben, und am 31. März
fasste der Bruchsaler Stadtrat den Beschluss, die Obergrombacher
Schulsporthalle in den Maßnahmenkatalog mit aufzunehmen. Das
Architektur-Büro Höfle-Kraus-Wolf in Untergrombach wurde
mit einer Untersuchung zwecks Kostenschätzung beauftragt. Diese
Schätzung belief sich auf 900.000 Euro. Zu diesem Betrag würden
aus Berlin Mittel in Höhe von 442.000 Euro fließen.
Nach den Plänen würde eine Totalsanierung die
Außenfassade total verändern. Die Außenwände
würden mit einem Vollwärmeschutz versehen. Das Flach-Dach
würde sich in ein Pultdach mit 5 Grad Dachneigung verändern.
Auf dieses Dach wollen die Energie-Werke Bruchsal (ewb) eine
Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung installieren. Die bisher einen
ungestörten Einblick ermöglichende Fensterfront Richtung
Straßenseite würde mit einer zwei Meter hohen Prallwand
versehen.
Die Hallennebengebäude würden ebenfalls einen
Vollwärmeschutz bekommen und mit einer neuen Gebäudetechnik
ausgestattet. Durch die ganzen Maßnahmen erhofft man sich eine
Energie-Einsparung von 46 % sowie eine Reduzierung des CO 2-
Ausstoßes. Geplanter Beginn der Planung wäre der 1. Juli
2009.
Ginge alles nach Plan, wäre bis Ende 2009 die Dachsanierung
abgehakt. Das Ende der Gesamtmaßnahme könnte auf den
Oktober 2010 datiert werden. Die Berliner Infra-Struktur-Maßnahme
bezieht sich nur auf die Sport-halle, nicht auf das Schulgebäude.
Die Raumaufteilung in der Halle bleibt erhalten; lediglich zwei
weitere Fluchtwege wären noch anzulegen.
Der Ortschaftsrat stimmte der Vorlage einstimmig zu; jedoch mit
der Bitte, vor Beginn der Arbeiten ein Farbenkonzept vorzulegen.
Im weiteren Teil der öffentlichen Sitzung verabschiedete
Ortsvorsteher Jens Skibbe eine Reihe von Ortschaftsräten, die
aus diesem Gremium ausscheiden. Horst Schott und Denis Scherrhaufer
gehörten dem Rat 5 Jahre an; auf 10 „Dienstjahre“
bringt es Gisela Hardock, und 15 Jahre lang drückte Klaus Müller
die Ratsbank. Auf stolze 25 Dienst-Jahre bringt es die
Ortschaftsrätin und stellvertretende Ortsvorsteherin Michaela
Taghi-Aghdiri.
Jens Skibbe bedankte sich mit einer Urkunde und einem Bildpräsent
bei den scheidenden Ratsmitgliedern für ihren Einsatz.
Michaela Taghi-Aghdiri verlässt die politische Bühne
Bei der letzten öffentlichen Sitzung des noch amtierenden
Obergrombacher Ortschaftsrat händigte Ortsvorsteher Jens Skibbe
einer Frau die Dankesurkunde aus, die wie selten eine andere das
kommunalpolitische und gesellschaftliche Leben mitbestimmte.
Die Obergrombacherin Michaela Taghi-Aghdiri zieht sich aus dem
politischen Geschehen in Bruchsal und Obergrombach zurück.
Bereits in ihren Jugendjahren war die heute 52jährige
Justizangestellte gesellschaftlich aktiv. Sie gehörte Anfang der
70iger Jahre zu den Gründungsmitgliedern des „Jugendclubs
Obergrombach“ (der auf dem Papier heute immer noch besteht) und
war auch zeitweise dessen 1. Vorsitzende. In den Folgejahren wandte
sich Michaela Taghi-Aghdiri der Sozialdemokratie zu wurde
folgerichtig Mitglied im SPD-Ortsverein Obergrombach. Bei den
Kommunalwahlen 1984 wurde sie erstmals für die SPD in den
Ortschaftsrat Obergrombach gewählt und gehörte diesem
Bürgervertreter-Gremium bis heute ununterbrochen an. 2004
erhielt Michaela Taghi-Aghdiri für ihren Einsatz die „Silberne
Ehrennadel“ des Städtetages Baden-Württemberg. 1999
erfolgte die Wahl in den Gemeinderat der Stadt Bruchsal. Dieser
Bürgervertretung gehörte sie zehn Jahre lang an; bei den
Kommunalwahlen 2009 trat sie hier – genauso wie beim
Obergrombacher Ortschaftsrat – nicht mehr an. In den Jahren
ihres Wirkens im Stadtrat gehörte Michaela Taghi-Aghdiri
zahlreichen verschiedenen Ausschüssen – etwa ab 1999 dem
ÖPNV-Ausschuss – oder Aufsichtsrats-gremien – zum
Beispiel ab 2004 dem Aufsichtsrat der Stadtwerke - an. In
Obergrombach hatte sie von 1989 bis 2009 auch das Amt des
stellvertretenden Ortsvor-stehers inne. Wer nun glaubt, damit sei
Michaela Taghi-Aghdiri ausgefüllt gewesen, irrt gewaltig. So war
sie bei der Gründung des „Fördervereins Burgschule“
dabei und war – natürlich – auch zeitweise dessen 1.
Vorsitzende. Als nächstes folgte als jüngstes Projekt die
Gründung des „Förder-vereins Schwimmbad
Obergrombach“. Und wer bekleidet in diesem Verein das Amt der
1. Vorsitzenden? Weit danebenliegen kann man hier beim Rätselraten
nicht. Neben den genannten Posten als „1. Vorsitzende“
stand Michaela Taghi-Aghdiri auch noch als Vorsitzende dem
SPD-Ortsverein Obergrombach vor und bekleidet (noch immer) das Amt
der Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Bruchsal. Ob das Hintertür
für ein eventuelles Comeback ist? Michaela Taghi-Aghdiri lächelt
zu dieser Frage – und schweigt. Wer die 2fache Mutter und
Ehefrau näher kennt, weiß, dass die umtriebige Frau immer
für eine Überraschung gut ist. Und sich mit 52 Jahren schon
auf das politische Altenteil zurückziehen? Mal abwarten, was
die Zukunft bringt.
K.K. / 1.7.2009
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die im Artikel genannte Einrichtung .
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