Förderverein Schwimmbad ObergrombachSanierung und Wiedereröffnung Freibad Obergrombach / Großes
Geschenk zum 10jährigen Geburtstag
Bruchsal-Obergrombach.
Zuerst waren es nur Gerüchte, die sich aber dann
bedrohlicherweise immer mehr zu bewahrheiten drohten: das
Obergrombacher Freibad, 1954 eingeweiht, soll geschlossen werden!
Diese Nachricht sorgte in Obergrombach Ende der 90iger Jahre, für
Unruhe. Ausfluss davon war die Gründung des „Fördervereins
Schwimmbad Obergrombach“ im Jahre 1999, der es sich zur Aufgabe
machte, das Bad für Obergrombach zu erhalten.
Von Beginn an übernahm der Verein viel-fältige Aufgaben:
Anlage und Pflege von Blumenrabatten, Anpflanzung von Bäumen und
Sträuchern, Instandsetzungsarbeiten an Spielgeräten,
Anschaffung von Tischen und Stühlen. Der Verein suchte und fand
Kiosk-pächter und Badeaufsichten, organisierte Spiel- und
Spaß-Nachmittage.
Seinen großen Schicksalstag erlebte der Verein am Montag,
21. Juli 2008, am letzten Tag des damaligen Burgfestes. Während
andere sich noch im „Städt’l“ vergnügten,
waren die Mitglieder mit Baggern den ganzen Tag im Einsatz, um
Hecken, Bäume und Büsche zu entfernen. Eine Woche hatte der
Förderverein Zeit, um das Gelände für den Einsatz der
Profi-Handwerker vorzubereiten. Schlag auf Schlag wurden Hecken und
Sträucher entfernt, Gitter und Drehkreuz abgebaut und die alte
Metallrutsche abmontiert. Im Beckenbereich und am Kiosk wurden alles
Metallteile abgeflext; im Hangbereich wurden 41 Bäume gefällt,
darunter eine große Tanne, die bisher den Blick vom Bad über
das Tal versperrte.
Nachdem die „Profis“ über den Herbst/Winter/
Frühling 2008/2009 ihre Neubau- und Sanierungsarbeiten erledigt
hatten, blies der Förderverein zum Endspurt: immer samstags
trafen sich 10 bis 20 Helfer, um die Außenanlagen bis zur
Eröffnung auf Vordermann zu bringen: die Begrenzungshecken
wurden auf über 150 Meter Länge zurück-geschnitten;
unter Anweisung von Förster Michael Durst wurden aus selbst
gefällten Bäumen Spielgeräte und Begrenzungspfosten
hergestellt. Anzumerken ist, dass neben erwachsenen Helfern auch
viele Jugendliche und Kinder mit beim Einsatz waren. Und gegen 11.00
Uhr wurde auch immer etwas zur Stärkung der Helfer aufgefahren.
Waren die Arbeiten für die „Amateure“ zu schwer,
dann halfen spontan und unentgeltlich orts-ansässige Handwerker:
so fuhr das Maurer-Brüderpaar Janzer mit einem großen und
einem kleinen Bagger vor, oder war der in Obergrombach geborene
Landschaftsgärtner Armin Butterer mit eigenem schweren Gerät
und Sachverstand zur Stelle. Und dazu kam de Förderverein
Obergrombach in den Genuss von Sach- und Geldspenden; kurz: die
Obergrom-bacher stehen zu ihrem Bad.
Derartige Aktionen funktionieren nur, wenn auch eine aktive Spitze
vorneweg geht. Und diese Spitze heißt beim Förderverein
Michaela Taghi-Aghdiri. Hauptberuflich Justiz-Angestellte beim
Landgericht Karlsruhe, Ehefrau und Mutter, und „nebenberuflich“
noch im Ortschaftsrat Obergrombach und im Stadtrat Bruchsal mit Sitz
und Stimme war sie unermüdlich im Gespräch mit Stadtwerken
und Planungsbüro, selbst mit anpackend oder als
Sitzungs-leiterin ihres Vereins für das Bad tätig. Seit
Gründung des Fördervereins vor zehn Jahren steht sie diesem
ununterbrochen als 1. Vorsitzende vor und war auch die maßgebliche
Betreiberin für die Gründung dieser Institution.
Neben Oberbürgermeister Bernd Doll dürfte es wohl
hauptsächlich Michaela Taghi-Aghdiri zu verdanken sein, dass
auch zukünftige Generationen wieder im Freibad schwimmen und
planschen können, dass Obergrombach einen Treffpunkt hat. K.K. / 7.6.2009
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die im Artikel genannte Einrichtung .
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